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Donnerstag, 2. Januar 2014

Die Presse zu Gast bei der Eselsbrücke



wenn man einmal mit der Presse zu tun hat, dann zieht das Kreise. So entstand nach unserem "Spinnerbeitrag" jetzt ein Artikel über unsere Wolllieferanten und den Eselgnadenhof meiner Freundin Folke, erschienen heute in der Freien Presse Auerbach: 

 

"Eselsbrücke" rettet nicht nur Grautiere

Die Röthenbacher Ärztin Folke Lanius betreibt in ihrer Freizeit den weit und breit einzigen Gnadenhof für Esel. Aber auch andere Tiere kommen hier unter. Vielen erging es vorher sehr schlimm.

Röthenbach. Altes Eisen? Von wegen. Snoopy ist fast so fit wie ein Turnschuh. "Er setzt sich in der Herde gut durch", staunt seine Besitzerin Folke Lanius. Der Esel-Rentner wird auf 45 Jahre geschätzt. Das erkenne man am Gebiss, sagt sie. Im Sommer 2013 erweiterte Snoopy die tierische Wohngemeinschaft auf dem Gnadenhof der Röthenbacherin. Er genießt Bleiberecht in ihrer "Eselsbrücke Vogtland".
Acht Esel, zwei Hunde, 13 Katzen und 16 Zwerghühner bevölkern den Vierseitenhof mit integrierter Alpakazucht und Hofladen. Zwei Grautiere sind momentan vermittelbar. Ein Jahr dauert die Probezeit. "Wir schauen nach, ob der Esel Gesellschaft hat. Sie dürfen nicht alleine stehen. Dann ist wichtig, dass die Stallungen geeignet sind und über eine Überdachung verfügen, dass sie sich ausreichend bewegen können, die Bodenbeschaffenheit stimmt und die Hufe in einem guten Zustand sind", zählt Lanius Kriterien auf. "Und Interessenten sollten schon einiges wissen. Zum Beispiel, dass Esel Holz fressen müssen." Manche Esel kommen aus katastrophalen Verhältnissen. Viele Katzen haben Vernachlässigung erfahren oder sind verwildert aufgefunden worden.
Die Hühner sollten ursprünglich als Mahlzeiten enden. Besonders unerträglich für die voll berufstätige Internistin sind Gedanken an das Vorleben ihrer Hunde. Bei Emmi trifft das Wort Vierbeiner nicht mehr zu. "Sie war ein polnischer Straßenhund und sollte mit einer Axt erschlagen werden", berichtet die Tierliebhaberin. "Dabei ist ihr das Vorderbein abgehackt und der Schädel gespalten worden. 25 Mal musste sie operiert werden und ist trotzdem ein ganz lieber Hund geblieben."
Emmis Spielkameradin Sara brach mehrmals aus einer rumänischen Tötungsstation aus, lief aber nie weg. "Ihre Kinder waren noch drin", weiß Volke Lanius. "Dann ist sie vom Besitzer monatelang verdroschen worden." Wie Emmi kam Sara vor anderthalb Jahren in Röthenbach an. Sie lernt noch, Menschen wieder vertrauen zu können.
Der erste Esel zog Pfingsten 2011 bei Folke Lanius ein. Knapp anderthalb Jahre später entstand die "Eselsbrücke Vogtland" aus einem persönlichen Schicksalsschlag heraus. "Daraufhin habe ich mein Leben neu überdacht", erzählt sie. Ihr selbst finanzierter Gnadenhof ist eine von landesweit 40 Pflegestellen der Deutschen Noteselhilfe. Tagsüber kümmert sich ein für drei Stunden angestellter Mitarbeiter um die Tiere. "Viele Leute bringen einen Sack Möhren, eine Palette Katzenfutter oder trockenes Brot vorbei", freut sie sich über Unterstützung. "Das macht es einfacher."
www.eselsbruecke-vogtland.de
erschienen am 02.01.2014 ( Von Sylvia Dienel )Freie Presse, Lokalseite Auerbach

Acht Esel im Alter zwischen vier und 45 Jahren werden derzeit auf dem Vierseitenhof von Folke Lanius in Röthenbach betreut. Aber auch Hunde, Katzen und Zwerghühner sind hier untergekommen.

Foto: Silke Keller-Thoss

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Kunkelweiber zum Schauspinnen

Ein schönes Plakat hat der Manfred da gemacht
und uns gleich zu den Kunkil-Weibern umgetauft...
na das kostet einen Glühwein...
pro Weib, natürlich....

Montag, 11. November 2013

Werbung in eigener Sache

Am Samstag waren Bärbel und ich zum ersten Mal Gast beim 3. Auerbacher Hobby-Künstlermarkt im Möbelhaus Seidel. Dort, wo sonst Kochkurse gegeben werden, hatten wir unsere Spinnräder aufgebaut.
Sehr nette Leute besuchten uns,  die sich sehr interessiert zeigten, es wurde fachsimpelt, bestaut, geschaut, viel gelacht und manchmal auch etwas gekauft. 
Ganz sehr freuten wir uns, als uns Margarete, eine 75jährige Rentnerin aus Lengenfeld, besuchte. Sie ist extra wegen uns gekommen, um uns ihren Umgang mit der Handspindel zu zeigen. So ein schönes  ein-
fädiges Garn, wie es Margarete mit der Spindel zaubert, haben wir noch nie gesehen. 
Wir haben auch Christine aus Auerbach kennengelernt, herzlichst gelacht und gescherzt, Körbe flechten könnten wir jetzt auch lernen.
Und wie es oft so ist, wenn wir öffentlich spinnen, kam dann auch die Presse.
Diesmal die Freie Presse Auerbach. Und heute steht der Artikel schon auf Seite1 des Lokalteils:
Auch die Spinngruppe "Kunkelstube" war in Auerbach vertreten. Bärbel Scheithauer (links) aus Zwickau spinnt Schafwolle, Sabine Richter aus Rothenkirchen strickt daraus warme Socken und Mützen. Selbst Hundewolle wird gelegentlich verarbeitet. Foto: Silke Keller-Thoss 
Auszug:
Für die kalte Saison rüsten auch Sabine Richter und Bärbel Scheithauer von der Spinngruppe "Kunkelstube" Marktbesucher bei Bedarf aus. Zum ersten Mal im Möbelhaus Seidel vertreten, praktizieren sie Arbeitsteilung: Sabine Richter steht am Verkaufstisch. Bärbel Scheithauer zeigt, wie aus Schafwolle Fäden entstehen - und macht auf dem Stuhl an ihrem Spinnrad gerne Platz für Probierwillige. "Vor zwei Jahren haben wir uns via Internet getroffen und sind mittlerweile 25 Frauen, unter anderem aus Freiberg, Meißen, Delitzsch und Chemnitz. Wir selbst kommen aus Zwickau und Rothenkirchen", erzählen die Freizeit-Spinnerinnen mit Hofladen in Röthenbach. Gemeinsames Ziel monatlicher Treffen ist nicht nur die Hobbypflege. "Wir wollen auch dieses alte Handwerk erhalten", betont Sabine Richter. Verwendet wird die Wolle einheimischer Schafrassen, hier gezüchteter Alpakas und Angora-Kaninchen. "Oder wenn jemand einen geliebten Hund hat...", macht Bärbel Scheithauer Interessenten Mut zur Flexibilität. Zuhause nutze sie momentan gerade Wolle von einem Pekinesen. "Die lässt sich auch sehr gut verarbeiten."
 
erschienen am 11.11.2013 ( Von Sylvia Dienel )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
Das ich einen Hofladen in Röthenbach habe, stimmt natürlich nicht, das ist der Laden meiner Freundin Folke: Hofladen Eselsbrücke und die gnadenlose Strickerin bin ich auch nicht, das ist Bärbel viel besser. Aber wir haben uns sehr über den Beitrag gefreut. Macht es doch unser Anliegen bekannter.
Bei Anneliese Hartisch und dem Möbel Seidel wollen wir uns herzlich für die Organisation bedanken.
Wir sehen uns nächste Woche in Lößnitz.